Das Kimanakonzept

Das Kimana Projekt des ASC Wildlife Trust basiert auf dem Grundgedanken die Ökologie und die Ökonomie zum Wohle der Natur und der im Gebiet ansässigen Menschen geschickt zu vereinen.

Ein erfolgreicher Naturschutz muss vollumfänglich von der ansässigen Bevölkerung mitgetragen werden. Dies erreicht man, in dem ein Naturschutzprojekt auch die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtig. Der Integration durch Schaffung von Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten ist ein Schwerpunkt im Kimana Projekt des ASC Wildlife Trust.

 

Internationale Organisationen haben im Jahre 2001 in Kenya die landesdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 40% geschätzt. In ländlichen Gebieten ist diese noch höher. In diesen Gebieten haben auch junge Menschen trotz Schulbildung kaum ein wirtschaftliches Auskommen oder Zukunft und werden so gezwungen in die Grosstädte abzuwandern wo die Aussichten kaum besser sind. Die negativen Folgen der Landflucht speziell in Entwicklungsländern sind bestens bekannt. Auf dem Land führt der Bevölkerungsdruck und der Mangel an anderweitigen Erwerbsmöglichkeiten zu einer Zersiedlung speziell mit landwirtschaftlichen Betrieben jedwelcher Grössenordnung. Der natürliche Wildtierbestand ist ein Feind des Ackerbaues und wird dementsprechend mit allen legalen und illegalen Mitteln bekämpft. Mit den landwirtschaftlichen Betrieben kommen auch Nutztiere welche den sonst schon trockenen und kargen Boden überweiden. Eine Versteppung / Verwüstung ist die Folge.

Mit den Nutztieren kommen zudem Krankheitskeime gegen die der Wildtierbestand immunologisch nichts entgegenzusetzen hat. Seuchen im Wildtierbestand sind die Folgen. Verwilderte Hunde und Katzen sind eine weitere Gefahr.

Da man weltweit den natürlichen afrikanische Wildtierbestand erhalten möchte, kann dies nur mit der Schaffung zusätzlicher Reservate geschehen. Bau und Unterhalt von Reservaten schaffen Ausbildungsmöglichkeiten so wie Arbeitsplätze genau dort wo sie am wichtigsten gebraucht werden, nämlich vor Ort. Mit einer wohldosierten, disziplinierten touristischen Nutzung entsteht an der Natur kein Schaden, sondern die daraus resultierenden Einnahmen helfen das Reservat zu erhalten und zu erweitern.

Das Kimana Reservat verfügt über eine eigene 900m lange Landepiste (Airstrip), 2 Zeltcamps, 2 Lodges und beschäftigt derzeit über 140 Mitarbeiter aus der Umgebung in den Bereichen:

  • Hotelerie / Gastronomie
  • Safari Fahrer / Touristenführer
  • Park Ranger
  • Scouts
  • Fahrzeug und Gebäude Unterhalt
  • Strassen Unterhalt

Die fachspezifischen Ausbildungen erfolgen fast ausschliesslich in den eigenen Betrieben.

zum Seitenanfang

InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis