Weshalb entstand Kimana

Geografisch liegt das Reservat am Fusse des Kilimanjaro zwischen dem Amboseli- und dem Tsavo Nationalpark, fast genau in der Mitte zwischen den beiden berühmten Nationalparks. Jährlich wandern grosse Wildtierherden (Elefanten, Gnu, Zebra etc.) in der Trockenzeit vom Aboseli zum Tsavo und später wieder zurück. Der einzige Rastplatz auf diesem langen Weg, welcher auch in der Trockenzeit frisches Quellwasser und demzufolge auch eine üppige Vegetation aufweist ist das Kimana Gebiet. Ein Verlust dieses einzigartigen Rast- und Verpflegungsplatzes würde die jahrtausende alte Verhaltensweise verunmöglichen. Die Folgen für die Wanderherden wären unabsehbar.
 

Die zunehmende Zersiedlung mit Farmen jedwelcher Grössenordnung, der damit verbundenen Überweidung, der unkontrollierten Wasserentnahme zur Bewässerung, der Einschleppung von Nutztierkrankheiten und die Vertreibung (Abschuss) der Wildtiere führte zunehmend zu alarmierenden Zuständen. Im Jahre 1999 zeichnete es sich ab, dass ohne ein schnelles eingreifen der Wildtierbestand nicht nur im Kimana Gebiet dem Untergang geweiht ist, sondern auch noch der Bestand der jährlich wandernden Wildtierherden. Die grossen Raubkatzen im Kimana Gebiet (Löwe, Leopard und Gepard) waren schon fast gänzlich ausgerottet.

Eine schnelle Lösung war nur noch möglich, in dem man in mühseliger Kleinarbeit und mit grossem finanziellen Aufwand Stück für Stück Land aufkaufte oder mit langjährigen Pachtverträgen übernehmen konnte. Auch heute, nach über 4 Jahren wird noch laufend an Weiterausbauten verhandelt. Mit Abgeltungen versucht man ehemalige zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegte Sumpfgebiete wieder zu renaturieren um den einzigartigen Vogel- und Insektenwelt den ursprünglichen Lebensraum zurückzugeben.

Damit die Grosskatzen (Löwe, Leopard, Gepard, Serval) im Kimana Gebiet wieder Fuss fassen konnten mussten schnell und unbürokratisch Lösungen realisiert werden. Nebst der Trophäenjagd wurde als Hauptgrund für die Bejagung der Groskatzen aufgeführt, dass sich diese immer wieder in den landwirtschaftlich genutzte Gebieten Nutzvieh als Beute erlegen. Als Verhandlungslösung wurde seitens des ASC Wildlife Trust das Angebot unterbreitet, dass für jedes durch eine Grosskatze gerissenes Nutztier eine Entschädigung bezahlt wird. Im Gegenzug musste die Jagd auf Grosskatzen eingestellt werden. Diese Lösung hat sich bis heute bewährt.

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