Das Positive als erstes erwähnt. Durch die im weiten Umkreis bekannte enge und gute Zusammenarbeit mit den im Reservat lebenden Ureinwohner (Informanten) der gut organisierten Überwachung durch Beobachtungsposten, Massai Scouts und Park Ranger, sowie den guten Kontakten zu den staatlichen Behörden (Polizei) haltet sich die Wilderei
Problematik in engen Grenzen. Die Distanz zur Staatsgrenze zu Tansania beträgt ca. 30 km, sodass eine schnelle Flucht von Wilderer über die Grenze nicht in kurzer Zeit realisierbar ist.
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Tragisch sind jedoch die im Kimana Reservat eintreffenden verwundeten Tiere der Wanderherden. Gegeben durch die geografische Lage vom Kimana Reservat als einzige geschützte Insel auf der Wanderroute zwischen dem Amboseli- und dem Tsavo Nationalpark, erlebt man hier viel durch den Menschen verursachtes absolut unnötiges Leid.
Der Elefant mit dem Speer im Kopf (Bild rechts) wanderte direkt zu uns ins Tierreservat wo er Schutz und Hilfe suchte. Er wollte sich wohl selbst befreien, dabei wurde der Speer verbogen. |

Schwer verwundet wurde er im Juni 2003 an der Reservatsgrenze gefunden. Das Tier wurde gerettet. |
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Auf ihrer natürlichen jährlichen Wanderung müssen die Herden (Elefefanten, Zebra's , Gnu's) ungeschütztes Gebiet durchqueren, welches zunehmend landwirtschaftlich zersiedelt wird. Aus Kostengründen werden die Pflanzungen nicht durch Elektrozäune geschützt, sondern die Wildtiere werden schonungslos getötet oder schwer verwundet. Der Einsatz
von Giften, vergifteten Speere und Pfeile ist durchaus üblich. Bis die verletzten Tiere, wenn sie es überhaupt noch schaffen, im Kimana Reservat eintreffen, hat sich nebst der Verwundung meistens zusätzlich noch eine umfangreiche Wundinfektion eingestellt. |
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Dr. Kashmiri behandelt eine vereiterte Speerverletzung an einem Elefanten.
(14. Dezember 2003) |
Im Dezember 2003 sind trotz aller tierärztlichen Bemühungen im Kimana Reservat innerhalb von zwei Wochen 3 Elefanten an den Folgen vergifteter Speere gestorben.
Sicherlich ist es in Kenya gesetzlich verboten auf diese Weise Pflanzungen zu schützen. Jedoch ist es unheimlich schwierig der Täterschaft die Tat juristisch einwandfrei nachzuweisen, da dies ausserhalb des Reservates stattfindet.
Viele der verletzten Tiere kämpfen sich in das Kimana Reservat durch und meistens auf direktem Weg zum Camp. Es erweckt den Anschein, dass die Tiere menschliche Hilfe suchen. |
Ein schwer verwundeter Elefant liegt auf der verletzten Seite und kann nicht mehr aufstehen. Das Tier versteht scheinbar die menschliche Hilfsbemühungen und kann ohne Narkose mit seiner Unterstützung über den Rücken zur Behandlung gedreht werden.
Es ist ein ansonsten starker, gesunder, noch junger Elefantenbulle von ca. 25 Jahren. Die Risthöhe wurde mit 2,8m gemessen und das Gewicht (wichtig für die Narkosedosierung) auf 3,5 Tonnen geschätzt. |

Am 17. Dezember 2003 wurde ein schwer verletzter Elefant auf der verwundeten Seite liegend vorgefunden. |
Es liegt auf der Hand, dass die natürlichen Wanderrouten von Wildtierherden nicht durch unkontrollierte Expansion des Menschen unterbrochen werden dürfen. Die Folgen für den Wildtierbestand sind sonst fatal.
Der ASC Wildlife Trust ist nicht bereit tatenlos zuzusehen bis vielleicht irgendjemand das Problem löst oder es allenfalls zur Arterhaltung schon zu spät ist. Als Privatorganisation bleibt dem ASC Wildlife Trust nur die Möglichkeit zu versuchen weiteres Land auf der Wanderroute entweder käuflich zu erwerben oder mit langfristigen
Pachtverträgen für die Tiere zu sichern, so wie die eigene Überwachungs- und Betreuungsorganisation entsprechend weiter auszubauen. |
Je länger man zuwartet umso schwieriger wird es das Land zu erwerben.
Wer die Gelegenheit hatte in die traurigen Augen eines schwer verletzten Tieres zu sehen, wird verstehen, dass man alles Mögliche unternimmt um solches unnötige Leid zu verhindern.
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Ohne Betäubung lies er sich helfen und zeigte keinerlei Aggressionen. Im Gegenteil, er half mit so gut er konnte. |