Allgemeines zu Tier- und Naturschutzreservate

 

Grundlegende Probleme eines jeden Reservates

Die Reservatsgrenzen sind willkürliche im besten Fall sachbezogene Grenzen, welche in den seltensten Fällen die natürlichen Wanderungen der Herden genügend berücksichtigen. Der Bevölkerungsdruck verdichtet die Randbezirke der Reservate. An den Reservatsgrenzen kommt zwangsläufig zu Konflikten mit der dort lebenden einheimischen Bevölkerung, in dem Wildtierherden lanwirtschaftliche Flächen verwüsten oder Grosskatzen sich an den Nutztieren vegreifen. Nur eine wirtschaftlich funktionierende Reservatorganisation verfügt über die finanziellen Mittel, die Bevölkerung in den gefährdeten Randbezirken z.B. mit Elektrozäunen zu schützen oder Entschädigungen auszurichten. Findet dies nicht statt, so wird sehr schnell zur Selbsthilfe gegriffen und der Tierbestand ist in kurzer Zeit dezimiert. Durch die gemeinsame Nutzung von Weideflächen durch Nutztiere und Wildtiere, verwilderte Hunde und Katzen, Ratten, Hühner, etc. werden Haustierkrankheiten auf den Wildbestand übertragen, was zu grossflächigen Dezimierungen des Wiltierbestandes führen kann.

Ausserdem müssen mit den im Reservat ansässigen Ureinwohnern faire Abkommen zu deren Schutz und Existenzsicherung getroffen werden. Die Ureinwohner in den Reservaten bedeuten für die Ökologie ein wertvoller Bestanteil und bilden zusammen mit den Parkranger eine unschätzbare Stütze.

Die Finanzierung der Reservate

Die Finanzierung erfolgt nebst zum Teil staatlicher Zuschüsse aus Eintrittsgeldern. Diese betragen derzeit zwischen 30-90 US$ pro Person und Tag für ausländische Besucher. Dieser Betrag erscheint auf den ersten Blick recht hoch. Wenn man sich jedoch mit den Unterhaltsaufgaben näher auseinandersetzt und sich noch vor Augen führt was noch gemacht werden sollte, rechtfertigt sich der Preis. Zudem bietet jedes afrikanische Reservat dem Besucher positiv prägende Eindrücke.
 

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