Ellipsen-Wasserbock
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Klasse: Mammalia (Säugetiere) Ordnung: Artiodactyla (Paarhuftiere) Familie: Bovidae (Antilopen, Rinder, Büffel, Bison, Ziegen und Schafe) Gattung: Artiodactyla (Paarhuftiere) Art: Ellipsenwasserbock (Kobus ellipsiprymnus ellipsiprymnus) |
Verbreitung: Afrika südlich der Sahara, von Senegal im Westen bis nach Somalia im Osten und Simbabwe im Süden. Lebensraum: Buschreiches Gelände in der Savanne. Die Nähe einer Wasserstelle ist notwendig. Schulterhöhe (Männchen): 130 cm Gewicht (Männchen): 250 kg Horn (Männchen): über 80 cm |
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Die Weibchen sind kleiner und leichter als die Männchen und tragen keine Stirnwaffen.
Fortpflanzung: Nach einer Tragzeit von sieben bis acht Monaten bringen die Weibchen in der Regel ein einzelnes Junges zur Welt. Dieses bleibt acht bis zehn Monate in Begleitung seiner Mutter. Dann erst - kurz bevor das nächste Junge zur Welt kommt - setzt es sich von ihr ab. Während sich die jungen Weibchen in ein Weibchenrudel eingliedern, schliessen sich die jungen Männchen einem Junggesellenrudel an. Dort bleibt der junge Bock in der Gesellschaft anderer Jungböcke, bis er im Alter von fünf bis sechs Jahren unter dem Drang des Fortpflanzungstriebs versucht, ein Territorium zu erobern. Wahrscheinlich sieht er sich anfangs - wie der Jungbock auf diesem Bild - gezwungen, mit einem für Weibchen wenig attraktiven Randgebiet vorlieb zu nehmen. Erst zwei bis drei Jahre später wird es ihm vielleicht gelingen, einen älteren Bock aus dessen Territorium zu vertreiben und sich so einen der begehrten, von den Weibchen geschätzten Plätze zu sichern. |
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Innerhalb dieses weiten Areals werden - aufgrund der unterschiedlichen Zeichnung auf den Hinterkeulen - zwei Rassen unterschieden, die früher sogar als selbständige Arten galten: Der Ellipsen-Wasserbock im östlichen Teil des Verbreitungsgebiets weist einen
kräftigen weissen Ellipsenring rund um den Schwanzansatz auf. Der Defassa-Wasserbock im restlichen Verbreitungsgebiet besitzt einen weissen Spiegel.Beim Wort "Antilope" denken wir unwillkürlich an schnelle, grazile Huftiere der afrikanischen Trockenlandschaften. Von diesem "Antilopenbild" weichen aber viele Arten ab. Der Wasserbock ist eine von ihnen. Der Wasserbock auch unter dem Namen Hirschantilope bekannt. Der Körperbau des Wasserbocks erinnert tatsächlich etwas an den eines Hirsches und auch seine Größe entspricht in etwa der eines Rothirsches. Das Fell vom Ellipsenwasserbock besteht aus langen, strähnigen Haaren und ist je nach Verbreitungsgebiet unterschiedlich braun gefärbt. Das Vorkommen des verhältnismässig langhaarigen Wasserbocks ist - wie sein Name sagt - eng ans Wasser gebunden in welches sie sich auch bei Hitze oder Gefahr durch Löwen, Leoparden oder Afrikanische Wildhunde begeben. Ein öliges, stark riechendes Hautdrüsesekret macht ihr Haarkleid wasserabweisend. Man findet ihn an Flüssen und Seen, deren Ufersäume er selten verlässt. Hier ernährt er sich vorwiegend vom saftigen Gras, das in diesen Niederungen wächst. Wasserböcke sind standorttreue Tiere mit einem hochentwickelten Sozialgefüge: Ausgewachsene Böcke sind territorial und beanspruchen Reviere von 15 bis 200 Hektaren, je nach Qualität der Weide. Der Kampf um diese Territorien ist hart, und nur die stärksten Männchen können ein Revier behaupten. Die Weibchen formen Trupps von 10 bis 20 Tieren und bewegen sich frei zwischen den Territorien der Männchen. Dabei bevorzugen sie natürlich die Gebiete mit dem besten Nahrungsangebot. Die Besitzer dieser hart umkämpften Parzellen haben somit die grösste Chance,
ihr Erbgut weiterzugeben.Der Wasserbock hat sich in seinem Bestand recht gut erhalten. Zwar hat der Landhunger der ständig wachsenden afrikanischen Bevölkerung seinen Lebensraum stetig kleiner werden lassen. Dank seiner weiten Verbreitung profitiert er aber in vielen Fällen von den zahlreichen grossflächigen und gut geführten afrikanischen Nationalparks und Reservaten. Wie bei den meisten Huftieren gibt es auch beim Wasserbock verschiedene Sozialsysteme. So kommen getrennte Weibchen- und Männchengruppen mit jeweils bis zu 30 Mitgliedern vor. Ältere Böcke können territorial werden und ein Revier von 60 bis 250 Hektar abgrenzen. Besonders begehrt sind hierbei natürlich Plätze in der Nähe von Gewässern. Diese bieten den Tieren eine höchstmögliche Sicherheit und haben eine anziehende Wirkung auf Weibchen, welche die territorialen Männchen in ihren Revieren "besuchen" und sich dort mit ihnen paaren. Anschließend kehren sie wieder zur Weibchengruppe zurück und gebären dort nach einer Tragzeit von 7 - 8 Monaten das Jungtier. Zunächst "liegt das Junge ab", das heißt, es folgt nicht gleich wie bei vielen anderen Huftieren der Mutter, sondern verbirgt sich abseits von der Mutter unauffällig im hohen Gras. Erst nach etwa einem Monat schließt es sich der Mutter und damit der Weibchengruppe an. Im Alter von neun Monaten verlassen die Jungtiere die Gruppe der Mutter. Junge Weibchen suchen andere Weibchengruppen auf und Jungböcke bilden Junggesellengruppen. Erst ab einem Alter von sechs Jahren ist ein Bock bestrebt, ein eigenes Revier zu besetzen. Da die begehrten Plätze schon von starken Altböcken beansprucht werden, muss er sich zunächst mit weniger attraktiven Revieren begnügen oder sich als "Satellit" im Revier eines stärkeren Bockes durchschlagen, wobei er sich stets unterwürfig zu verhalten hat, um nicht vertrieben zu werden. Erst nach weiteren Jahren kann er einem erfahrenen Bock das Revier streitig machen. Längst nicht alle erwachsenen Männchen halten gleichzeitig Reviere besetzt. Man schätzt, dass zu einem gegebenen Zeitpunkt in einem bestimmten Gebiet nur etwa sieben Prozent der Böcke territorial sind. |
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Innerhalb dieses weiten Areals werden - aufgrund der unterschiedlichen Zeichnung auf den Hinterkeulen - zwei Rassen unterschieden, die früher sogar als selbständige Arten galten: Der Ellipsen-Wasserbock im östlichen Teil des Verbreitungsgebiets weist einen
kräftigen weissen Ellipsenring rund um den Schwanzansatz auf. Der Defassa-Wasserbock im restlichen Verbreitungsgebiet besitzt einen weissen Spiegel.
Die Weibchen formen Trupps von 10 bis 20 Tieren und bewegen sich frei zwischen den Territorien der Männchen. Dabei bevorzugen sie natürlich die Gebiete mit dem besten Nahrungsangebot. Die Besitzer dieser hart umkämpften Parzellen haben somit die grösste Chance,
ihr Erbgut weiterzugeben.